As Lobmingtol

Ein Gedicht von Gemeinderat Bartholomäus Reiter

Am Gaberl oben faungt es aun,
do kaunst noch Graz schon obi schaun.
Noch Norden schaust zum Stoaplanhaus,
do siagst vüll Wold, do bist zu Haus.

 

Im Hintertol kummt dir in Sinn,
gibt’s Jogd und scheane Olmen drinn.
Zum Radlfoahrn und Schitourn geh´n
tuast maunch´n auf den Stoaplan seh´ n.

 

Du foahrts die Gaberlstroß´n runter,
genießt den Blick und do wirst munter.
Die Berge loch´n dir entgegen,
die rundherum des Murtol prägen.

 

Jetzt tuast den weiten Blick verlosss´n,
biags obi in die Meran Stroß´n.
Der Blick, der follt des erste mol,
ins wunderschöne Lobmingtol.

 

Bold siegst des Dörfl unten liegen,
es tuat sich an die Hänge schmiegen.
Kleinobming mocht dir jetzt vüll Freid,
fürs Große fehlt dem Dorf die Weit.

 

As Kircherl thront in selger Ruah,
die Häuser ringsum g´hörn dazua.
A Freibod gibt´s und a an Lift,
wa ma Dorfleit und Fremde trifft.

 

A Mitterlobming is bekaunnt,
dein Blick trifft jetzt des Bauernlaund.
Die Höfe Griaß´n von die Häng,
des Tol wird weit und wieder eng.

 

Und bold wird´s Tol daun richtig weit
Großlobming is für di bereit.
A Dorf mit jungem neichem Leben
locht dir im Lobmingtol entgegen.

 

Ob Kirche , Schul, ob gutes Essen,
Schloss, Camping sull ma neit vergessen.
Vom Lobmingtol gibts Sochn gnua,
zu Ende is es bei der Mur.

 

Im Lobmingtol wär´es neit gscheit,
wärn do neit vüll tolle Leit,
die in Gemeinschaft sich einbringen,
die musizieren tun oder singen.

 

A Glück dass ma vüll Schönes haum.
Wir Lobmingtola wochs´n zaum.

Wappen

Daten & Fakten

Statistiken

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Die Geschichte

  • Großlobming
    (1227 Ew., 739,47 ha)
  • Kleinlobming
    (372 Ew., 3.549,59 ha)
  • Mitterlobming
    (260 Ew., 1.165,17 ha)

Großlobming

Der Hauptort Großlobming liegt auf einer Höhe von 641 m rund drei Kilometer südlich des Ortszentrums von Knittelfeld am Murboden, am Eingang des Lobmingbachtals. Das Gemeindegebiet wird im Norden von der Mur begrenzt. Das Gemeindegebiet umfasst folgende drei Ortschaften bzw. gleichnamige Katastralgemeinden(Einwohner Stand 1. Jänner 2019, Fläche: Stand 31. Dezember 2018)

Im Jahre 927 erfolgte die erste Nennung des Gebietes der Lobming in einer Urkunde des Erzbischofs von Salzburg. Seit der Mitte des 12. Jahrhunderts nannten sich die Mitglieder der Sippe immer nach einem der ihnen gehörenden Wehrbauten, meist aber nach ihrem Stammsitz. Die ersten Ritter, die sich „von Lobming“ nannten, wurden im Mai 1149 zu Friesach genannt. Beheimatet waren die Ritter von Lobming in der Burg zu Altlobming (heute Sulzbachgraben). Zahlreiche Sagen und Geschichten ranken um die Ritter von Lobming, die bis in die erste Hälfte des 15. Jahrhunderts eine vorherrschende Stellung hatten.

Nach dem Aussterben der Ritter von Lobming übergab König Friedrich II. die Herrschaft Großlobming dem Wolfgang Zach. Danach besaßen die Ritter von Praunfalk eine Zeit lang das Schloss Großlobming. Der zweite Wehrbau verblieb bei den Welzern und wurde um 1499 an die Vettern Hans und Erasmus von Saurau verkauft. Am 14. September 1730 wurde die Herrschaft Großlobming an Siegmund Graf Welfersheim verkauft. Der nächste Weiterverkauf am 23. April 1755 ans Stift Spital am Pyhrn, das die Herrschaft sofort an Graf Franz Josef Wurmbrand verkaufte.

Im Jahre 1827 kaufte der Industrielle Josef Seßler die Herrschaft Großlobming aus der Wurmbrand’schen Konkursmasse. Am 1. September 1866 erhält Viktor Seßler den Adels- und Ritterstand. Durch seine Heirat mit Helen Freiin von Herzinger ging die Baronie auf ihn über und schrieb Viktor sich fortan Seßler-Herzinger. Durch die kinderlose Ehe von Viktor Felix und Margarete Seßler-Herzinger erbten ihre Neffen Dr. phil. Adalbert Maria Franz Curt August, Freiherr v. Wimpffen und Oberleutnant a. D. und Hans Maria Carl Alfons Gustav, Freiherr v. Wimpffen Gut und Schloss Großlobming.

Das Schloss, im Besitz der Familie Wimpffen, wurde 1979 zum Zwecke der Errichtung einer landwirtschaftlichen Fachschule an die Steiermärkische Landesregierung verkauft. Parallel zu den Ereignissen der Familie Seßler-Herzinger wurde 1898 das Gut Murhof, das bis dahin in bäuerlichen Händen war, in einen Herrschaftssitz umgewandelt. Berühmtheit erlangte das Gestüt Murhof unter Baron Gustav Hanstein. Die englische Vollblutzucht bis zu Hansteins Tod wurde mit einer Reihe von nationalen und internationalen Trophäen und Pokalen ausgezeichnet.

Kleinlobming

Die Besiedlung des Lobmingtales erfolgte im 7. und 8. nachchristlichen Jahrhundert durch slawische Siedler. Dies lässt sich durch die slawischen Ortsnamen Lobming (von lom) und Lobmingbach (von lomnik) herleiten.

Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 927.

1066 erhielten die Eppensteiner die Pfarr-Rechte an der Kirche zu Lomnicha am Fuße der Piberalpe (= Stubalpe). Für das 12. und 13. Jahrhundert ist das Ministerialengeschlecht der Lobminger nachzuweisen, die Reste einer ihrer Burgen befinden sich im Sulzgraben.

1958 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Mitterlobming eingemeindet.

Unser Wappen, unser Logo

​Die Distel gilt als Zeichen der Treue – im Gemeindewappen von Lobmingtal soll sie die Heimatverbundenheit ausdrücken. Dieser Distelblattschnitt wurde eigens für das Wappen von Kleinlobming erfunden und kam bisher in der gesamten Wappenkunst nicht vor.

Der Stahlschnitt gehörte zur höchsten Kunstform der mittelalterlichen Eisenverarbeitung. Die Gemeinde Lobmingtal kann sich glücklich schätzen, wenigstens ein Gitter dieser Kunstgattung zu besitzen. Zusätzlich weist der Stahlschnitt vom Lobmingtal eine Besonderheit auf, weil er in zwei Lagen ausgeführt worden ist. Außer im Wappen von Großlobming wurde in keinem steirischen, aber auch, soweit bekannt, außer-steirischen Gemeindewappen ein Stahlschnitt berücksichtigt.

Dadurch wurden diese einzigartigen Objekte im neuen Wappen verwendet welches wie folgt beschrieben wird.

„In rotem Schild unter goldenem Schildhaupt in Distelblattschnitt silbern eine kreisrunde gotische Stahlschnittrosette, in welcher durchbrochen ein Dreischneuß ein in sphärischem Dreieck von drei stehenden Dreiblättern umgebenes liegendes Dreiblatt umschließt.“

Daten & Fakten

Das Lobmingtal ist eine Gemeinde mit 1859 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) imBezirk Murtal undGerichtsbezirk Judenburg in derSteiermark. Die Gemeinde hat eine Fläche von 54,38 km².

Gemeindestrukturreform 2015

Durch die Gemeindestrukturreform des Landes Steiermark wurden ab 01.01.2015 die Gemeinden Klein- u. Großlobming zusammengelegt.

Lt. Landesgesetz, LGBl.Nr. 88/2015 vom 20.12.2015  wurde der Gemeindenamen Großlobming,
mit Wirkung ab 01.01.2016 in Gemeinde Lobmingtal geändert.

Statistiken

E

Bundesland:

Steiermark

E

Politischer Bezirk:

Murtal

E

KFZ Kennzeichen:

MT

E

Fläche:

54,38 km²

E

Seehöhe:

641 – 1.670m

E

Einwohner (01.01.2019):

HWS 1.859

E

Haushalte:

ca. 750
E

Postleitzahlen:

8734, 8741, 8592

E

GKZ Gemeindekennziffer:

62039

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Trinkwasserberichte Großlobming 2020

Trinkwasserberichte Kleinlobming 2020

Trinkwasserberichte Großlobming 2017

Trinkwasserberichte Kleinlobming 2017

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Rechnungsabschluss 2016

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Rechnungsabschluss 2015

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